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Informationen über die Philippinen

Die Reisterrassen von Ifugao

Wohl an die 20 Jahre bräuchte man, um jede philippinische Insel auch nur einen Tag lang zu besuchen - Tausende von Palmen bewachsenen Eilanden mit kilometerlangen, feinen Sandstränden, glasklarem Wasser und paradiesischen Tauchgründen, manche klein und flach wie

Sandbänke, andere größer als deutsche Bundesländer und bedeckt von schroffen Bergen und dichtem Regenwald.

Der Inselstaat ist reich an erholsamen Ferienplätzen, die aber von wenigen Ausnahmen abgesehen noch im Windschatten des Massentourismus liegen. Aktivurlauber können sich dort in allen möglichen Wassersportarten üben - Tauchen, Schnorcheln, Surfen, Wasserski, Segeln. Auf vielen Inseln breitet sich ein unvergleichliches Kaleidoskop landschaftlicher Reize aus. Vor allem auf der Dschungelinsel Palawan setzt sich die Natur oftmals dramatisch in Szene. Dort können Abenteuerlustige dem Ruf der Berge, meist noch aktiven Vulkanen, folgen. Der Pinatubo auf Luzon, der 1991 mit seiner »Jahrhundert-Eruption« weltweit für Schlagzeilen sorgte, gehört jetzt zu den touristischen Hauptattraktionen des Landes.

Als Inselreich mit vielen Gesichtern überraschen die Philippinen darüber hinaus kulturell und ethnologisch Interessierte mit einer Vielfalt an Völkern und Kulturen. Die großartigen, oft als »Achtes Weltwunder« apostrophierten Reisterrassen der Ifugao auf Nord-Luzon kontrastieren mit labyrinthischen Pfahlbau-Dörfern muslimischer Volksgruppen auf Mindanao und dem Sulu-Archipel, wuchtige altspanische Festungskirchen mit vom Halbmond gekrönten Moscheen. Mehr noch als grandiose Landschaftskulissen bleiben Begegnungen mit Filipinos im Gedächtnis haften. Es sind die Menschen, die dem Archipel seinen Reiz und Charme verleihen. In wohl kaum einem anderen Land Asiens ist es einfacher, Kontakt mit den Einheimischen zu bekommen als auf den Philippinen, deren Bewohner sich selbst als »die freundlichsten Menschen der Welt« bezeichnen. 

 



Fläche 300.000 qkm.

Bevölkerungszahl 83.407.700 (2004).

Bevölkerungsdichte 278 pro qkm.


Hauptstadt Manila. Einwohner: 10.330.100 (2004).


Geographie Die Philippinen liegen vor der südostasiatischen Küste zwischen Taiwan und Borneo im Pazifik. Sie bestehen aus 7107 Inseln und Inselchen (7108 bei Ebbe), von denen 2773 benannt sind. Die beiden größten Inseln, Luzón im Norden und Mindanao im Süden, machen 65% der Landmasse aus; 60% der Bevölkerung leben hier. Zwischen Luzón und Mindanao liegt die Inselgruppe der Visayas.


Staatsform Präsidialrepublik seit 1987. Verfassung von 1987. Zweikammerparlament: Repräsentantenhaus mit 212 Mitgliedern und Senat mit 24 Mitgliedern. Staats- und Regierungschefin: Maria Gloria Macaray Macapagal-Arroyo, seit 2001. Unabhängig seit 1946 (ehemaliges amerikanisches Dominion), bis 1898 spanische Kolonie.


Sprache Amtssprache ist Filipino, das von Tagalog abstammt. Englisch ist weit verbreitet, in geringerem Maße auch Spanisch und Chinesisch. Es gibt über 100 Kultur- und Volksgruppen, jede hat ihre eigene Sprache. Insgesamt sind 988 Sprachen registriert.


Religion 83 % Katholiken, 9 % Protestanten, 5 % Muslime, 3 % Buddhisten und Anhänger der Unabhängigen Philippinischen Kirche sowie Anhänger von Naturreligionen.


Ortszeit MEZ + 7 (UTC + 8).


Netzspannung 220 V (110 V in Baguio), 60 Hz. 110 V-Anschlüsse sind in den meisten Hotels erhältlich. Es werden flache und runde zwei- und dreipolige Stecker benutzt.


Post- und Fernmeldewesen


Telefon Nationale und internationale Direktdurchwahl.


Landesvorwahl 63.


Mobiltelefon GSM 900 und GSM 1800. Netzbetreiber sind Smart Communications Inc. www.smart.com.ph) und Globe Telecom www.globe.com.ph). Der Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk beschränkt sich auf Manila und andere städtische Gebiete.


Fax Alle 3- bis 5-Sterne-Hotels und die meisten Behörden haben Faxanschluß.


Internet/E-Mail Internetanbieter sind Internet Manila www.i-manila.com.ph) und Philworld Online www.pworld.net.ph. Internetcafés sind landesweit vorhanden.


Telegramme Können in den Büros der Eastern Telecommunications Philippines Incorporated aufgegeben werden.


Post Luftpost nach Europa ist mindestens 5 Tage unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr. Das nationale Postsystem wird von internationalen Kurierdiensten unterstützt.


Deutsche Welle Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle(Tel: (+49) (0228) 429 32 08. www.dw-world.de) anzufordern.

 

Manila Jan. Feb. Mär Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dec.
Tageshöchsttemperaturen 30 31 34 34 34 35 35 34 33 32 31 30
Tagetiefsttemperaturen 21 21 21 22 23 24 24 24 24 23 22 21
Tage ohne Regen 25 26 27 26 19 13 7 8 8 12 16 20

Klima: Tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit (über 90). angegebene Werte sind Durschnittswerte und können sich +  -   ändern.

 

Öffnungszeiten
Geschäfte: Mo-Sa 9/10-19/20 Uhr. 
Auskunftsbüros für Touristen: Mo-Fr 8-12, 13-17 Uhr.
Banken: Mo-Fr 9-15 Uhr. 
Büros: Mo-Fr 8-17/18 Uhr.
Museen und Galerien: Di-So 9-16 oder 17 Uhr; meist Mo und an Staatsfeiertagen geschlossen.
Post: Mo-Fr 8-17, Sa 8-12 Uhr.


Telefonieren
Generell: Auf den Philippinen ändern sich die Telefonnummern häufig. Für das Telefonwesen ist die private Gesellschaft PLDT (Philippine Long Distance Telephone Company) zuständig.
Öffentliche Telefone: Es setzen sich vermehrt Kartentelefone durch, von denen bisweilen sogar Auslandsgespräche im Selbstwähldienst möglich sind. Ansonsten führt man Telefongespräche ins Ausland am kostengünstigsten von den PLDT-Fernsprechämtern. 
Tarife: An Sonn- und Feiertagen sind Telefongespräche billiger.
Vorwahl für die Philippinen: +63. 
Auslandsgespräche: 00 + Ländercode + Ortskennziffer (ohne 0) + Teilnehmernummer (Ländercodes: D 49, A 43, CH 41).
Auskunft: Tel. 114.
Vermittlung: Tel. 109 (national), Tel. 108 (international).


Fremdenverkehrsamt der Philippinen
Das philippinische Fremdenverkehrsamt versendet kostenlos Broschüren und Prospekte und erteilt zudem detaillierte Auskünfte zu einzelnen Städten und Regionen, sportlichen Aktivitäten und kulturellen Ereignissen.


E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://www.dotpcvc.gov.ph
http://www.philtourism.com
Anreise
Obwohl Cebu City als Eingangstor auf die Philippinen zunehmend an Bedeutung gewinnt, führen die wichtigsten Flugverbindungen immer noch über Manila. Die Hauptstadt wird von zahlreichen internationalen Gesellschaften regelmäßig im Liniendienst angeflogen. Die Flugzeit Frankfurt-Manila (Entfernung 12.000 km) beträgt etwa 14 Stunden. Da zwischen Manila und anderen Metropolen im Fernen Osten (Singapur, Bangkok, Hongkong u. a.) hervorragende Flugverbindungen bestehen, sollte man bei der Anreise eventuell einen Zwischenstopp in Erwägung ziehen. Manche Fluggesellschaften bieten Stopover-Programme an, bei denen mit dem Ticketkauf günstige Übernachtungen oder Badeurlaube gebucht werden können.


Flugankunft in Manila
Der Ninoy Aquino International Airport (NAIA) liegt 8 km südöstlich des Zentrums von Manila. In der Ankunftshalle hinter den Durchgängen zur Zollkontrolle befinden sich 24 Stunden am Tag geöffnete Wechselstuben, sowie ein ebenfalls durchgehend geöffnetes Informationsbüro des Department of Tourism, wo man einen Stadtplan erhält und auch Hotelzimmer reservieren lassen kann.

Coupons für die offiziellen, klimatisierten Airport-Taxis kann man an einem Schalter im Ankunftsbereich kaufen. Preiswerter sind reguläre Taxis, die abreisende Fluggäste eine Etage höher beim Abflugterminal absetzen und zurück ins Zentrum fahren. Allerdings sollte man auch hier nicht den Weg des geringsten Widerstands gehen und das erstbeste Taxi besteigen, denn es gibt sehr viele Chauffeure die unerfahrenen Touristen gern ein Vielfaches des regulären Preises (etwa 100 Pesos) abverlangen. Immer darauf bestehen, dass das Taxameter eingeschaltet wird.

 

Philippine Airlines Airport-Shuttle-Service
Philippine Airlines unterhält einen für Inhaber eines internationalen PAL-Tickets Airport-Shuttle-Service (Flughafenbusdienst) zwischen NAIA und allen großen Hotels. Ein Shuttle Bus der Philippine Airlines verkehrt auch zwischen NAIA und dem Domestic Airport, dem 1 km entfernten Inlandsflughafen. Von der Benutzung der regulären, meist völlig überfüllten Stadtbusse oder Jeepneys, die zwischen NAIA und den zentralen Stadtteilen pendeln, ist abzuraten, insbesondere wenn man viel Gepäck mitführt.

 

Visum
Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen erst für einen Aufenthalt von mehr als 21 Tagen ein Visum. Ansonsten genügt ein Reisepass, der mindestens noch sechs Monate nach der Einreise gültig sein muss. Wer länger als 21 Tage bleiben will, muss ein Visum beantragen. Gebührenpflichtige Visa, die zu einem Aufenthalt von 59 Tagen berechtigen, können beim Bureau of Immigration in Manila, Cebu City und anderen großen Städten beantragt werden.


Zoll
Zollfrei einführen darf man neben den üblichen Reiseutensilien 400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 2 l Alkohol. Bei der Einfuhr besonders umfangreicher Foto- und Videoausrüstungen liegt es im Ermessen des Zollbeamten, diese als persönliche Gebrauchsgegenstände oder Handelsware einzustufen. Mitunter wird hierfür eine Kaution verlangt, die nach der ordnungsgemäßen Ausfuhr der Geräte zurückerstattet wird. Verboten ist die Einfuhr von pornographischem, aufrührerischem oder »subversivem« Material, Rauschgift sowie Waffen und Munition.

 

Flugzeug
Die Philippinen besitzen ein engmaschiges und in der Regel auch gut funktionierendes Binnenflugnetz. Selbst kleine Inseln haben einen Passagierflughafen oder zumindest einen Landestreifen. Allerdings sind viele Inseln nicht mit direkten Flugstrecken untereinander verbunden, so dass man oft erst zu einem der beiden zentralen Inlandsflughäfen (Domestic Airport) in Metro Manila oder Cebu City zurückkehren muss. Der größte Teil des innerphilippinischen Flugverkehrs wird von der staatseigenen Philippine Airlines durchgeführt. Ergänzt wird das PAL-Streckennetz durch mehrere private Fluglinien. Diese Fluggesellschaften bedienen mit kleinen Propellermaschinen weniger frequentierte Routen, machen der PAL zum Teil aber auch mit Jets auf den Hauptrouten, etwa Manila-Cebu, Konkurrenz.


Flugzeug - Philippine Airlines
Für Urlauber, die mit Philippine Airlines anreisen, bietet die Staatslinie Sondertarife für Flüge innerhalb des Landes. Es empfiehlt sich, das Couponheft mit dem internationalen Ticket bereits im Heimatland zu kaufen. Für Philippine Airlines spricht auch, dass man PAL-Inlandsflüge von Europa reservieren kann.

 

Flugzeug - Reisezeiten, »Zeitpuffer« & Flugpreise
Zu den Hauptreisezeiten, vor allem in der Weihnachts- und Osterzeit, sind fast alle Flüge schon Wochen im voraus ausgebucht. Insbesondere bei Flügen in entlegenere Regionen sollte man »Zeitpuffer« einplanen, denn immer wieder werden Flüge mit kleinen Propellermaschinen wegen schlechten Wetters oder technischer Probleme abgesagt. Inlandsflüge müssen zwar nicht unbedingt rückbestätigt werden, doch kann ein Anruf bei der Fluglinie ein oder zwei Tage vor Abflug nicht schaden, denn häufig werden Abflugzeiten geändert oder Flüge gestrichen. Zu den Flugpreisen kommt eine geringe Flughafensteuer hinzu, die für gewöhnlich bereits beim Ticketkauf berechnet wird. In verschiedenen Orten bieten die Fluglinien einen kostenlosen oder preiswerten Zubringerservice zum Flugplatz an.


Schiff / Fähre
Schiffe, Fähren und Boote sind die wichtigsten Transportmittel im interinsularen Verkehr. Die modernsten, schnellsten und zuverlässigsten Schiffe werden auf den Hauptrouten Manila-Cebu-Zamboanga/Davao (oder andere Städte auf Mindanao), Manila-Iloilo (Panay), Manila-Bacolod (Negros) sowie Manila-Puerto Princesa (Palawan) eingesetzt. Einen guten Ruf haben die Superferries der Gesellschaft WG & A. Bequem und zuverlässig sind auch die im Bereich der Visayas und im Norden von Mindanao eingesetzten Schnellboote. Mit einem dieser klimatisierten Katamarane, die bis zu 300 Passagieren Platz bieten, kann man in nur fünf Stunden von Cebu City über Tagbilaran (Bohol) oder Dumaguete (Negros) nach Cagayan de Oro (Nord-Mindanao) reisen.

Schiff / Fähre - Reisestandards

Während auf den Flaggschiffen der großen Gesellschaften die Unterbringung der Passagiere meist europäischem Standard entspricht, muss man bei den auf Nebenstrecken verkehrenden Schiffen einfacherer Kategorie erhebliche Abstriche am Komfort in Kauf nehmen. Häufig stehen auf den Oberdecks nicht genügend Liegeplätze zur Verfügung, so dass Passagiere nicht selten tief im Rumpf zwischen Frachtstücken landen. Meist sind auch die sanitären Anlagen völlig unzureichend. Einen ausreichenden Reiseproviant hat man in jedem Fall selbst mitzubringen.


Schiff / Fähre - Pumpboats
Den Nahverkehr zwischen den Inseln bewältigen Pumpboats (auch Bancas genannt), motorisierte Auslegerboote unterschiedlicher Größe, die zum Teil bis zu 100 Passagiere an Bord nehmen können. Diese einfachen Boote besitzen keinen Kiel und haben dadurch nur einen geringen Tiefgang, was ein großer Vorteil in den von Korallenbänken durchsetzten Küstengewässern ist. Auslegerboote sind für den Hochseebetrieb nur bei gutem Wetter geeignet, doch auch bei relativ ruhiger See schlagen die Wellen häufig ins offene Boot. Manchmal wird den Passagieren dann ein Plastiknapf zum Wasserschöpfen in die Hand gedrückt. Man sollte bei einer solchen Fahrt also das Gepäck wasserdicht verpacken.

 

Schiff / Fähre - Tickets
Tickets kauft man direkt in der Buchungsstelle der jeweiligen Schiffslinie, in Reisebüros, bei Agenturen, die vielfach in Hauptgeschäftsstraßen von Großstädten kleine Verkaufskioske betreiben, oder gelegentlich auch an Bord. Vor allem in der Weihnachts- und Osterzeit ist eine rechtzeitige Reservierung dringend angeraten. Aktuelle Informationen über den inländischen Schiffsverkehr findet man in der Tagespresse. Abfahrtszeiten und andere Auskünfte kann man in Hafenstädten auch bei der Philippine Port Authority oder der Coast Guard erfragen.


 

Schiff / Fähre - Sicherheitsmängel
Bei Fahrten mit einfachen Passagierschiffen und Auslegerbooten überschreitet man häufig nicht nur die Grenze komfortablen Reisens deutlich, man begibt sich nicht selten auch in große Gefahr. Gravierende Sicherheitsmängel haben in philippinischen Gewässern zu Havarien geführt, die weltweit zu den größten Katastrophen der Schifffahrt gezählt werden. Immer wieder verunglücken auch sträflich überladene Auslegerboote, vor allem zwischen Mindoro, Panay und der Romblon-Gruppe. Es erscheint daher dringend geraten, beim Reisen zu Wasser die größte Vorsicht walten zu lassen.

 

Bus
Autobusse sind das meistbenutzte öffentliche Verkehrsmittel auf den Philippinen. Ungeachtet der oftmals katastrophalen Qualität, findet man sie auf fast allen Straßen des Landes und erreicht mit ihnen, zumindest auf den Hauptinseln, beinahe jeden Ort. Auf längeren Strecken werden häufig Nachtbusse eingesetzt. Große Gesellschaften haben in der Regel auch klimatisierte Fahrzeuge. Diese durchweg modernen Fernbusse sind im allgemeinen nicht nur recht zuverlässig, sondern bieten auch wesentlich mehr Komfort als die normalen Busse; der Fahrpreis liegt etwa 25 bis 30 % höher.

Ein Großteil der meist total überfüllten normalen Überlandbusse ist für langbeinige Europäer wenig komfortabel, doch liegen dafür die Tarife niedrig. Wer sehr schwache Nerven hat, sollte nicht in einen philippinischen Bus einsteigen. Allzu oft sind die Busfahrer echte Draufgänger, die ohne Rücksicht auf die Sicherheit der Passagiere rasen. Auch bei dichtem Verkehr liefern sich manche Chauffeure waghalsige Rennen.


 

Bus - Tickets & Verpflegung
An großen Busbahnhöfen kann man die Tickets oft bereits vor Reiseantritt kaufen. Vor allem bei kürzeren Distanzen löst man sie jedoch in der Regel im Bus beim Schaffner. Falls man die Auswahl hat, sollte man Expressbusse nehmen, da die anderen Fahrzeuge (vor allem Mini-Busse) auch auf offener Strecke häufig anhalten oder bisweilen sogar weite Umwege machen, um die Passagiere einzeln aufzulesen. Gepäckstücke muss man häufig mit in den Innenraum nehmen und dort entweder im Mittelgang abstellen oder auf einer Ablage im Fond des Busses verstauen. Proviant muss man auch auf Langstrecken nicht mitnehmen, da unterwegs bei einfachen Restaurants angehalten wird und man überdies bei Zwischenstopps von fliegenden Händlern bestens versorgt wird. Einfache Überland-Busse erreichen auf Luzon ein Stundenmittel von 40 km, auf verkehrsmäßig weniger gut erschlossenen Inseln deutlich weniger. Sinnvollerweise werden Entfernungen häufig in Wegstunden und nicht in Kilometern gemessen.

 

Bus - Jeepneys
Für mittlere Distanzen setzt man vielfach auch Jeepneys ein. Diese Vehikel sehen zwar sehr originell aus, bieten jedoch einen denkbar geringen Reisekomfort. Zudem sieht man, wenn man auf einer der beiden Längsbänke im Fond sitzt, praktisch nichts von der Landschaft. Daher sollte man versuchen, einen der Vordersitze neben dem Fahrer zu bekommen oder - bei geeignetem Wetter - eher noch einem luftigen Platz auf dem Dach des Gefährts den Vorzug geben.


Bahn
Von Manilas Hauptbahnhof (Paco Station) verkehren Züge der Philippine National Railways (PNR) Richtung Süden. Auf der Südstrecke gelangt man von Manila über Calamba, San Pablo, Lucena, Gumaca, Sipocot und Naga nach Iriga (50 km nördlich von Legazpi). Allerdings sind Züge auf dieser Route wesentlich länger als Busse unterwegs (20 Std. bzw. 12 Std.) und bieten zudem keinen Preisvorteil. PNR- Züge besitzen drei Klassen: Economy-, Tourist- und De Luxe-Class. Für Expresszüge wird ein Aufschlag von 25 % fällig.

 

Tricycles & Trishaws
Tricycles, Leichtmotorräder mit buntgeschmückten und bemalten Beiwagen, bewältigen in den Provinzen einen Großteil des Nahverkehrs. Abenteuerlich beladen, transportieren sie nicht selten vielköpfige philippinische Familien nebst Gepäck und Haustieren. Den Fahrpreis, der sich nach der Zahl der Passagiere und nach der Entfernung richtet, sollte man vorher ausmachen.

Trishaws, Fahrräder mit Beiwagen, findet man noch gelegentlich in Provinzstädten und in Manilas altem Stadtteil Intramuros. Calesas, nostalgische einspännige Pferdedroschken, konnten sich in verschiedenen Städten erfolgreich gegen den motorisierten Verkehr behaupten. Diese Relikte aus der spanischen Kolonialzeit sind vor allem nach heftigen Monsunregen, wenn Taxis und Jeepneys vielfach in den Fluten steckenbleiben, ideale Fortbewegungsmittel. In Cebu City heißen diese Gefährte Tartanillas. Über den Fahrpreis sollte man sich im voraus verständigen.


 

Tauchen
Ein großer Teil der ehemals farbenprächtigen und artenreichen philippinischen Korallenriffe wurde durch Dynamit- und Giftfischen teilweise oder ganz zerstört. Die besten Tauchreviere konzentrieren sich in der Verde Island Passage zwischen Luzon und Mindoro, in der Bohol Strait zwischen Cebu und Bohol, in der Camotes Sea zwischen Cebu, Bohol und Leyte, in der Tanon Strait zwischen Cebu und Negros, vor der Südspitze von Negros, in den küstennahen Gewässern von Nord-Palawan und in der Inselwelt der Calamian Group zwischen Palawan und Mindoro. Die Riffe von Apo in der Mindoro Strait und Tubbataha in der Sulu Sea nehmen als Tauchplätze international Spitzenpositionen ein. Neben Korallengärten locken an manchen Küstenabschnitten Wracks von im Zweiten Weltkrieg versenkten Schiffen Taucher zu Unterwasserausflügen.

 

Tauchbasen & Spezialveranstalter
Viele Strandhotels besitzen eigene, gut ausgerüstete Tauchbasen, die Kurse für Tauchanfänger nach internationalen Prüfungsvorschriften anbieten, Tauchausrüstungen verleihen und Exkursionen für Fortgeschrittene zu beliebten Tauchgründen organisieren. Zudem gibt es Spezialveranstalter, die über eigene komfortable, komplett ausgerüstete Boote verfügen und auch entlegene Tauchziele, wie das Apo Reef oder das Tubbataha Reef, in ihren Programmen haben. Detaillierte Informationen über Tauchplätze, Tauchausrüster und -schulen, Veranstalter von Tauchexkursionen und Strandhotels, die Tauchkurse und -gänge bieten, erhält

Reisezeit
Generell gilt - Regenzeit ist von Juli bis November, Trockenzeit von Dezember bis Juni. Da das Wettergeschehen auf den Philippinen sehr komplex ist, kommt es jedoch zu regionalen Abweichungen. So muss man sich im Dezember und Januar vor allem an der Pazifikküste auf Regentage einstellen. Die niederschlagärmsten und von den Temperaturen her angenehmsten Monate sind Februar und März. Zwischen April und Juni wird es im Tiefland mit Durchschnittstemperaturen von knapp unter 30 °Celsius oft unerträglich heiß. Auch während der Regenperiode ist Dauerregen von mehreren Tagen selten. Im allgemeinen kommt es nur zu kurzen, heftigen Wolkenbrüchen, nach denen die Sonne wieder aus blauem Himmel strahlt. Allerdings kann das Reisen während der Regenzeit - vor allem von August bis Oktober - durch tropische Wirbelstürme stark beeinträchtigt werden. Als Regel sollte man sich mit Beginn der Regenzeit südlich orientieren und Inseln, die außerhalb des Taifungürtels liegen, bereisen.

Gesundheit
Weil zwischen den Philippinen und der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz und Österreich kein Sozialversicherungsabkommen besteht, empfiehlt es sich, für die Reise eine zusätzliche Krankenversicherung abzuschließen.

Impfungen sind für Reisende aus infektionsfreien Gebieten nicht vorgeschrieben. Zum Schutz sind jedoch prophylaktische Maßnahmen gegen Cholera, Typhus, Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A zu empfehlen.



Malaria & Dengue-Fieber
Vorbeugende Maßnahmen gegen Malaria werden dringend empfohlen bei Reisen nach Palawan und in andere Regenwaldgebiete der Philippinen. Gesundheitsämter oder Institute für Tropenmedizin geben Auskunft über die Prophylaxe. In jedem Fall gehört ein wirksames Mückenschutzmittel ins Gepäck, denn nicht nur Malaria, sondern auch andere Tropenkrankheiten, etwa das Dengue-Fieber, werden durch Mückenstiche übertragen. Zur Vorbeugung von Stichen sollte man immer unter einem Moskitonetz schlafen, in der Abenddämmerung und nachts Fluss- und See-Ufer sowie Sumpfgebiete meiden und während dieser Tageszeit auch stets langärmlige Hemden bzw. Blusen und lange Hosen tragen. Typische Symptome der Malaria sind abendliches, anfallsartiges Fieber bis über 40 ° Celsius, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und Benommenheit. Es ist dringend anzuraten, beim Verdacht auf Malaria einheimische Ärzte, die gewöhnlich große Erfahrung in der Behandlung dieser Krankheit besitzen, aufzusuchen.

 

Magenverstimmungen
Magenverstimmungen und Durchfälle treten bei Philippinenreisenden immer wieder einmal auf. Man beugt vor, indem man durch Eiswürfel gekühlte und nicht in Flaschen abgefüllte Getränke, nicht abgekochtes Leitungswasser sowie unverpacktes, nicht industriell gefertigtes Speiseeis grundsätzlich meidet, desgleichen ungeschältes Obst, Salat und rohes Gemüse sowie (besonders gefährlich!) rohes oder halbgares Fleisch. Es gilt die altbekannte Vorsichtsmaßnahme: »Peel it, cook it or forget it!«


Hitze & Sonneneinstrahlung
Vorbeugende Schutzmaßnahmen erfordern die oft große Hitze und intensive Sonneneinstrahlung. An heißen Tagen sollte man einen breitkrempigen Hut tragen und eine hochwirksame Sonnenschutzcreme verwenden. Letztere sind teuer auf den Philippinen und sollten von Europa mitgebracht werden. Nicht verkennen darf man das Risiko, sich durch übermäßiges Sonnenbaden einen hautkrebsfördernden Sonnenbrand zu holen.

 

 

Botschaft der Republik der Philippinen

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Raul M. Santiago, Jr. (Stellvertretender Generalkonsul)

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